cut

männer in grünen hosen

amputieren heute

eifrig und ganz schonungslos

der bäume arme

zu lang – zu wild gewuchtert

sagen sie

nähmen den nahen fenstern

das licht

ausserdem täte es

dem baum ganz gut,

der regelmäßige schnitt

 

und schon heult sie wieder

die motorsäge

es fallen

unter der vögel

schweigend blicke

nackte winteräste

und hilfloses gezweig

fallen auf die straße

liegen dort

stumm und sterbend

heimatlos geworden

auf gefrorenem asphalt

 

passanten steigen drüber

oder treten drauf

kinder bleiben stehen

und blicken hoch hinauf

ein hund

kommt schnüffelnd näher

hebt erst das bein

dann wölbt sich schon

der buckel

um schließlich voll erfreut

auf des haufen äste

einen eigenen

zu setzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eingeordnet unter Allgemein, Alltag, Bäume, Beobachtung, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Großstadt, Leben, Lyrik, Straße

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