sommernachtstraum

regen peitscht

ganz plötzlich

vom aufgewühlten himmel

fegt mit gewaltigen böen

durch dürstende straßen

prasselt sintflutartig

auf glühenden asphalt

über verstaubte plätze

rauscht durch schlaffes blätterwerk

und über verbrannte rasenflächen

baut sich tosend auf

zu hundert wasserfällen

braust zornesgleich über

millionen erhitzter dächer

und im blitzgewitter

zieh ich meine schuhe aus

erhebe meine arme

atme sommerleben ein

sauge an der frisch gebor’nen kühle

und mein herz

schlägt

wie auserkoren

so tanze ich

auf schwimmenden wegen

barfuß

im wunderlichsten

sommerregen

selbstverloren

und sehr glücklich

wie in einem

fiebertraum

aus vergangnen kindertagen

4 Kommentare

Eingeordnet unter Gedanken, Gedichte, Gefühle, Glück, Großstadt, Kraft, Leben, Lyrik, Seele, Straße

4 Antworten zu “sommernachtstraum

  1. Eine tolle Momentaufnahme mit sehr eindrücklichen Bildern! Lieben Gruß, Miriam

  2. Mit viel Gefühl ist ein wunderbarer Augenblick, oder sagen wir lieber sind Augenblicke beschrieben. Diese kleinen Augenblicke sind die verborgenen Krücken, die stützen, wenn sie dringend benötigt werden.

    Herzliche Grüße, Lewi
    /Users/Hildegard/ hildegards gediche/Bin müde.doc

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