the magic of a moment

schneidend kalter wind

der die ohren abfräßt

überall weihnachtslichter

funkelnd in der stadt

ich laufe neben meinen eltern

an der hand mein sohn

eng an mich geschmiegt

vor mir

mit lässig-eleganten schritten

die große

tochter

bald fort

weil halb erwachsen

und von hinten

umarmt mich

das warme lachen meines mannes

zusammen laufen wir

durch vereiste straßen

noch sehr erhitzt

vom letzten grappa

und dem breiten lächeln

des italienischen kellners

verabschiedung am taxistand

umarmung und liebevolle worte

für den weg nach hause

mein vater und meine mutter

winken lächelnd

ich blicke zurück

durch die beschlagene heckscheibe

sehe sie

im schein der gaslaternen

kleiner werdend

es ist ein moment

wie einer

der sich noch so oft

wiederholen könnte

aber ich bin mir auch

plötzlich schmerzlichst bewusst

es könnte

der letzte sein

wir

alle

so fröhlich

und unbeschwert

zusammen

und deshalb

bin ich unglaublich dankbar

für das jetzt

wie es gerade ist

denn da stehen sie

sind immer noch da

und winken…

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Eingeordnet unter Berlin, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Glück, Großstadt, Herz, Hoffnung, Kraft, Leben, Liebe, Lyrik, Seele, Straße

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