Archiv der Kategorie: Alltag

Tanze!

 

spring

von stein zu stein

und wack’le

mit den ohren

mitten

auf dem zebrastreifen

schlage dann ein rad

lass dich hügel

hinunterrollen

und wälze dich

im sand

schüttel deine haare

kreise mit den armen

hüpfe über alte dächer

bis es dunkel wird

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei endlich wieder

kind

schüttel dich

spring wild herum

und dreh dich

um die eig’ne achse

bis du lachend fällst

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei wieder kind

sei wieder du

sei endlich wieder

du selbst!

 

tanze tanze tanze

tausend jahre zurück

und wieder vor

tanze tanze tanze

und sei

endlich

FREI !

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das verzerrte ich

 

 

 

nach hause

schleichend

kaum in der lage

einen klaren gedanken zu fassen

überfüllte u-bahn

müde gesichter

leerer kopf

ausgewrungen

ausgespuckt

keine kraft mehr

es riecht nach schweiß

es riecht nach traurigkeit

irgendwannn zu hause

die luft abgestanden

und schal

von abwesendheit

alle lampen an

trotzdem grau

die hohen wände

wo war dieser tag?

wo sind all die stunden geblieben?

was habe ich gemacht?

hamster im rasenden laufrad

mir ist nach tränen

doch die augen sind trocken

die lippen spröde

und im kopf

nichts als

bleierne schwere

blick aus dem fenster

blick

auf mein verzerrtes ich

in mir formt sich eine melodie

doch die stimme

versagt

ist zu brüchig

herauskommt nur

ein kläglich

halberstickter laut

will ich so leben?

tag für tag?

in der schlinge

stecken wir

machen dinge

die wir nicht wollen

gekrümmter rücken

hohlwangiges sein

jeden abend ins bett fallend

mit gedanken

die karussel fahren

so wie unser leben

viel zu schnell

drehen wir uns

an uns selber vorbei

wo ist die notbremse?

der stillstand

findet niemals stand

die jahre eilen dahin

einfach so

und mit ihnen

all unsere tiefsten wünsche

unser sein

wo ist mur

unsere unbekümmerte

kinderseele geblieben?

damals waren wir

noch unwissend

und doch wussten wir

wie es geht

das glücklichsein…

aber ich mich kaum noch

an mich selber

erinnern

an mich

als kind…

 

 

 

 

 

 

 

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dornröschenschlaf

wie

soll ich dir

heute

die welt

erklären?

du bist

seit jahren

im dornröschenschlaf

verückt

ist diese welt

völlig verrückt

geworden

wir wähnten uns

so sicher

damals

aber heute ist

nichts ist

davon geblieben

mein freund

wie soll ich dir

jetzt nur

die welt

erklären?

meine kinder

schauen mich fragend an

und ich schäme mich

abgrundtief

was wir

ihnen als zukunft

überlassen

das ist so

schäbig

das ist

so fürchterlich

mein freund

du schläfst weiterhin

den dornröschenschlaf

bekommst nichts mit

von diesem irrsinn hier…

irgendwie

beneide ich dich…

 

 

3 Kommentare

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in zeiten des überflusses….

anständig zu sein

muss beigebracht werden

momentan habe ich das gefühl

das dies in den letzten jahren

großartig vernachlässigt worden ist

ich ich ich

das ist

was ich tagtäglich erlebe

wo ist unsere anständigkeit geblieben?

wo existiert noch mitgefühl?

empathie?

wo hat die menschlichkeit

noch einfluss

jeder kehrt verbissen

in seinem eigenen vorgarten

achtet auf seinen zaun

das andere interessiert

nicht

diese kälte

in zeiten

des überflusses

erschreckt mich…

wo ist

die anständigkeit

geblieben?

wo kämpfen menschen noch

für das wohl anderer?

wo erhebt man sich

wenn ungerechtigkeit

überhand nimmt?

wo steht man auf?

erhebt das wort?

wenn andere

schutz suchen?

hier bei uns

wo es uns so gut geht

werden die töne kälter

die worte harscher…

wir sehen zu

wie menschen in eiskalten fluten

ertrinken

ihre kinder im dunklen meer

verlieren

und schreien:

geschieht ihnen doch recht!

jeder hat eine wahl.

sollen die doch zuhause bleiben..

die wollen uns doch nur

etwas wegnehmen…

wo ist unsere anständigkeit

geblieben.

…wo ist

unsere menschlichkeit

geblieben ??

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time flies…

 

montagdienstagmittwochdonnerstagfreitagsamstagsonntagmontag….

kühlschrankleereinkaufenkühlschrankvollkochenessenkühlschrankleereinkaufen…

sonnaufgangsonnuntergangsonnenaufgangsonnenuntergang…

aufstehenarbeitenabendessenschlafengehenaufstehenarbeiten…

zunehmendermondvollmondabenehmendermondkeinmondzunehmendermon…

einatmenausatmeneinatmenausatmen…

montagdienstagmittwochdonnerstagfreitagsamstagsonntagmontag…

 

 

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wunder

manchmal

nachts

sehe ich dich

wenn mein bewusstsein

der schwerkraft beraubt

seine eigenen wege geht

manchmal

nachts

überwindest du unendlichkeiten

um mich zu erreichen

stehst dann plötzlich

vor mir

mit tiefdunklem blick

und ich spüre

deine anwesendheit

dein lächeln

das mir gilt

sehe all das

was einmal war

und was jetzt ist

und wenn ich

in deine augen schaue

dann begreife ich

unsere seltsame

wunderbare

begegnung

in diesem leben

und ein stück

der unendlichkeit…

Ein Kommentar

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erwachen

die luft so leicht

weit oben

vögelschwärme

am klaren himmel

es duftet nach anfang

wir kriechen aus dem schutz

der muffigen häuser

nach draußen

und strecken uns

geblendet vom gleißenden licht

das ungehindert durch

die kahlen bäume

auf uns farblose

fällt

die mäntel verscharrt

die schritte so leicht

der tag so viel länger

als in den wochen davor

ein inneres hüpfen

in federnden lüften

wir sind befreit

lassen uns wärmen

und tauen auf

zu lange

viel zu lange

dauerte

die

dunkle

zeit

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wiederholungstäter

 

ich sehe

mir

und auch den anderen

beim leben

zu

sehe manchmal

wie von oben

unser täglich bemühen

durch das chaos

unsers kleinen lebens

zu balancieren

jeder tag

ein kleiner

hochseilakt

wie banal

wir uns bemühen

um sicherheit

wir räumen hin

und räumen her

die dinge

die wir uns erträumen

wie geschirr

das man auf einem tisch

plaziert

 

wir sehnen uns nach

vorhersehbarkeit

nach ordnung

und schmieden

untentwegt die masterpläne

all das

ist uns

furchtbar wichtig

und so

machen wir

stets und

immer wieder

denselben fehler

verschließen unsere augen

vor einer simplen

wahrheit –

denn das leben

ist nicht zähmbar

es passiert

ganz ohne

unser strategisch

planen

es passiert

ganz einfach so

der beginn war

ohne unser wollen

und ganz genauso

endet es

auch so

 

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urlaubsbeginn

plötzlich

ausgespuckt

aus dem rasenden

hamsterrad

plötzlich

in die verlangsamung

katapultiert

steh ich da

auf wankendem

boden

und

mit noch zu

schnellem puls

schnappe ich

zitternd

nach

luft

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on the run

den tag

wie einen schwindel erlebt

duch die zeit hindurch gepresst

spiralförmig

sonnenaufgang sonnenuntergang

verpasst

alle aufmerksamkeit auf

eigentlich unwichtiges

aber das wird bezahlt

das piepen des faxgerätes

telefon schräg am ohr

pc bildschirm war der focus

machte meine augen klein

stunden zerrannen wie flüssiges blei

im dunklen nach hause gefahren

auto geparkt

in die wohnung gewankt

schuhe aus

kinder ins bett gebracht

wäsche sortiert

taschen gepackt

für den nächsten tag

prioritätenliste erstellt

spülmaschine gefüllt

und rechungen bezahlt

23:39 uhr

in der küche

ein glas rotwein

und dazu eine zigarette

nachgedacht

wo war der tag

dieser 14. november 2013?

was ist alles passiert?

was war wichtig?

im rasenden stillstand

erschrocken innegehalten

am nachthimmel leuchtet

ein unförmig ding

zunehmender mond

oder nimmt er bereit

wieder ab?

ich weiß es

nicht

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