Archiv der Kategorie: Beobachtung

glücksspiel

 

 

manchmal

ist es besser

zuzusehen

wie die karten fallen

es nutzt kein planen

kein jammern

kein stöhnen

manchmal

kommt eben alles so

wie es sein soll

oder aber auch nicht

und es gibt nichts

was wir

dagegen tun könnten

manchmal

muss man

den schicksalslauf

annehmen

wie er ist

und versuchen

das beste

daraus zu machen

doch manchmal

fallen die karten

unerwartet so

wie man es sich

eigentlich immer

erträumt hat

das ist

das spiel

des lebens….

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point of no return…

 

 

die sorglosen zeiten

sind vorbei

am horizont

steigt bedrohlich

eine dunkelgraue wand auf

wieviel zeit

bleibt uns noch?

niemand kann das sagen…

niemand will es wissen

wir sehen

dass von jahr zu jahr

insekten schwinden

die pole,

gletscher

schmelzen

plastik treibt in den meeren

die sich stetig erwärmen

luft wird dünn

aber wir

machen immer weiter

als wäre nichts

lachend tanzen wir

am abgrund

und

zeit wird knapp

die sanduhr läuft aus

die welt

die ich einst kannte

gibt es so

schon lange

nicht mehr

die sorglosen zeiten

sind vorbei

wir haben den punkt

of no return

längst erreicht…

shame on us!

 

 

 

 

 

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Tanze!

 

spring

von stein zu stein

und wack’le

mit den ohren

mitten

auf dem zebrastreifen

schlage dann ein rad

lass dich hügel

hinunterrollen

und wälze dich

im sand

schüttel deine haare

kreise mit den armen

hüpfe über alte dächer

bis es dunkel wird

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei endlich wieder

kind

schüttel dich

spring wild herum

und dreh dich

um die eig’ne achse

bis du lachend fällst

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei wieder kind

sei wieder du

sei endlich wieder

du selbst!

 

tanze tanze tanze

tausend jahre zurück

und wieder vor

tanze tanze tanze

und sei

endlich

FREI !

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vor dem abgrund…

 

 

als ich jung war

gab es den eisernen vorhang

waldsterben

und tschernobyl

dann kam 1989

die mauer in berlin fiel

und damit der gesamte ostblock

hoffnung war wieder

obenauf

30 jahre später

sind wir gut vernetzt

mit der ganzen welt

wissen besser bescheid

über alles

als je zuvor

unsere augen haften

wie hypnotisiert

auf bildschirmen

wissen ist macht

und doch scheint es so

als befänden wir uns

in einer totalen starre

plastik flutet unsere ozeane

das klima kollabiert

insekten sterben

während autokraten regieren

und rechts wird überall schick

krieg ist nichts von gestern

und auch die armut und der hunger

bestimmen nach wie vor die welt

zwingen menschen auf die flucht

und da

wo sie hin wollen

will man sie nicht

wir starren lieber weiter

auf unsere smartphones

und machen kussmünder-selfies

vor dem abgrund…

 

 

 

 

 

 

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meuterei

kalte luft

noch immer

scheint alles

komplett erstarrt

der würgegriff

des winters

dauerte viel zu lange

die köpfe gesenkt

die schultern hochgezogen

augen so trübe

eisige handschrift

einer klirrenden vorherrschaft

kahl und hohl

landschaften

städte

gärten

menschen

keine farben

nur grau und blasses braun

alles ausgewrungen

trostlos

und wie tot

wir dachten schon

es wäre

für immer

doch

ist da plötzlich

etwas anderes

noch ein wenig zart

und unscheinbar

und man mag

es kaum glauben

aber

in der luft

schwingt aufeinmal

ganz zart

etwas eigenartiges

da regt sich was

streckt sich

unaufhörlich

aus der tiefe

der erde

in obere schichten

wühlt sich durch totes laub

und platte bleiche gräsermeere

durch wurzeln

äste

immer höher

fließt in puslierenden strömen

und trotzt frostigen nächten

es riecht endlich wieder

nach aufbruch

so wunderbar

der duft der

meuterei

am ende

eines langen

winters

beruhigt mich

die verlässliche rückkehr

des frühlings

und die ahnung

und dass alles

wieder gut

werden wird

wärmende sonne

auf hungriger haut

sattes grün in allen

schattierungen

blüten

und dann irgendwann

süßes obst

in alten bäumen

und das  goldne korn

reifend

auf endlosen äckern

schwalbenflug

und grillengesang

sommerabende

so satt und endlos

das licht

wenn mücken

am see schwirren

und wir da sitzen

mit den füßen im sand

und unser glück

irgendwie

nicht fassen können

 

 

 

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ich falle…

ich falle

ich falle

auseinander

stück für stück

jeden tag

ein  kleines stück

falle ich

auseinander

mit all der zeit

seitdem du

nicht mehr hier bist

falle ich auseinander

ich falle

zerberste

stück für stück

jeden tag

ein kleines stück mehr

jeden tag

ziehen die risse tiefer

zerbröckelen meine fundamente

bitte komme zurück

du hast mich immer

zusammen gehalten

wenn die dinge

außer kontolle gerieten

hast mich geerdet

mich mir selbst gezeigt

wer ich wirklich bin

in all den momenten

in dene ich davon schwamm

wenn ich so verletzlich

und angreifbar war

dann warst du

stets mein anker

mein halt

egal

wie verloren

mir alles erschien

du warst da

ein fels in meiner tosenden see

hast mich aufgefangen

und stets wieder

zusammengefügt

bitte komme zurück

denn du bist

der fehlende teil

des großen ganzen

du

fehlst mir so

denn du bist

ein teil

von mir

und ohne dich

fühle ich mich

irgendwie

ganz schrecklich

verloren…

 

 

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irrlichter

fremd

bin ich mir geworden

verwirrt betrachte mich

mit abstand

wo bin ich

nur geblieben?

sehe mich

wild schwimmend

in fremden gewässern

pflüge mich mit aller kraft

durch tiefe wellentäler

versuche nicht unterzugehen

wenn der nächste dunkle berg

bedrohlich naht

schlucke wasser

das man

nicht trinken kann

strampele in der flut

versuche

oben zu bleiben

und wenn ich

mich bemühe

meine kräfte zu schonen

lege ich mich auf den rücken

und dann

sehe ich milliarden

von sternen

über mir

ach so funkelnd

im tiefsten schwarz

der stummen unendlichkeit

sehe so klar

all meine träume

sehnsüchte und

das

was mich ausmacht

aber zu weit weg

dort oben

das spiegelbild

von mir

dem leben

das ich führen sollte

das mir bestimmt wäre

und der ahnung eines fingerabdrucks

meiner seele

was ist nur geschehen

dass ich mir selbst

abhanden gekommen bin?

unterwegs

einfach so

untergegangen…

will ich nach mir tauchen

erkenne ich nur

schemenhafte umrisse

viel zu tief

um mich selbst

bergen zu können

dennoch

schraube ich mich

stück für stück

nach unten

getrieben von

heißer verzweiflung

während

die sterne

da oben strahlen

wie zum abschied

denn mir geht

allmählich

der atem aus…

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zu spät

 

 

zusammen gesunken

auf einem stuhl

spät in der nacht

die schatten an den wänden

werden lang

und die kälte kriecht

schleichend in mich

ich blicke zurück

laufe mich taub

in erinnerungen

und dann

brechen plötzlich

staudämme

zerbersten mauern

alltagskonstrukte

stürzen ein

masken zerfallen

bröseln einfach so dahin

und ich liege nackt

in den gewaltigen fluten

der erkenntnis

dass das alles so gar

nichts nützt

das was war

werde ich nicht mehr

ändern können

sehnsucht

ist

eine

verdammt

einsame

reise

 

 

 

 

 

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für immer

 

 

für immer

gewoben das band

egal

was geschieht

es wird niemals

reißen

diese kraft

ist unerschöpflich

beständig

gegen alle witterungen

dieses lebens

eingeflochten

so viel hoffnung

und der glaube

dass man das unmögliche

möglich machen kann

der hauptstrang

besteht

aus purer

purer liebe

daher lautet

das haltbarkeitsdatum:

für immer!

 

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alles auf anfang

 

 

der eine fuß wippt bereits

über der kante

irgendwo zuckt es wild

irgendwie zieht es

auch ganz fürchterlich

sehnsüchtig

ach

das seufzen so klar

und tief

direkt aus der mitte

in den ohren

der pulsschlag

betörend

verstörend

der andere fuß

zieht nach

wie in zeitlupe

wird die idee

geboren

bereit

geboren zu werden

abzuheben

freie flügelschläge

unterm indigo himmel

sonnenstrahlen schräg

unter staunenden wimpern

einatmen

ausatmen

einatmen

und dann

los…

 

 

 

 

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