Archiv der Kategorie: Großstadt

Tanze!

 

spring

von stein zu stein

und wack’le

mit den ohren

mitten

auf dem zebrastreifen

schlage dann ein rad

lass dich hügel

hinunterrollen

und wälze dich

im sand

schüttel deine haare

kreise mit den armen

hüpfe über alte dächer

bis es dunkel wird

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei endlich wieder

kind

schüttel dich

spring wild herum

und dreh dich

um die eig’ne achse

bis du lachend fällst

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei wieder kind

sei wieder du

sei endlich wieder

du selbst!

 

tanze tanze tanze

tausend jahre zurück

und wieder vor

tanze tanze tanze

und sei

endlich

FREI !

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julinacht

 

was ist damals

geschehen?

was hat dich so sehr

aus der bahn geworfen?

wir saßen damals

in einer heißen julinacht

vor der kneipe

die gläser beschlugen von außen

und von innen wurde

das bier warm

wir redeten dies

wir redeten das

zwei stunden zuvor

kam deine sms

dass du mich

gerne sehen wolltest

dabei hattest du schon länger

distanz gehalten

gerade noch lachten wir

dann sagtest du

„mir geht es nicht gut..“

ich sah dich an

fragte nach

aber eine antwort kam nicht mehr

deinen blick

in diesem moment

werde ich niemals vergessen

später verabschiedeten wir uns

wie immer

an der kreuzung

du hattest mich ein wenig zu fest

gedrückt

und etwas zu lange

in den armen gehalten

es fühlte sich

irgendwie an

wie ein festhalten

an mir

wie ein abschied

erst jahre später

begriff ich

dass es

tatsächlich einer war

du warst ein ertrinkender

im freien fall

du entschwandest

einfach so

lebtest fortan

in einem paralleluniversum

warst immer nah

und doch so verdammt

fern

ich vermisse dich

vermisse die zeit

mit dir

so sehr

und in stillen momenten

sehe ich immer wieder

diesen

deinen blick

so verzweifelt

so schrecklich

einsam

und ich

konnte dir

nicht helfen

seitdem geht

ein tiefer riss

durch meine mitte

 

 

 

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das verzerrte ich

 

 

 

nach hause

schleichend

kaum in der lage

einen klaren gedanken zu fassen

überfüllte u-bahn

müde gesichter

leerer kopf

ausgewrungen

ausgespuckt

keine kraft mehr

es riecht nach schweiß

es riecht nach traurigkeit

irgendwannn zu hause

die luft abgestanden

und schal

von abwesendheit

alle lampen an

trotzdem grau

die hohen wände

wo war dieser tag?

wo sind all die stunden geblieben?

was habe ich gemacht?

hamster im rasenden laufrad

mir ist nach tränen

doch die augen sind trocken

die lippen spröde

und im kopf

nichts als

bleierne schwere

blick aus dem fenster

blick

auf mein verzerrtes ich

in mir formt sich eine melodie

doch die stimme

versagt

ist zu brüchig

herauskommt nur

ein kläglich

halberstickter laut

will ich so leben?

tag für tag?

in der schlinge

stecken wir

machen dinge

die wir nicht wollen

gekrümmter rücken

hohlwangiges sein

jeden abend ins bett fallend

mit gedanken

die karussel fahren

so wie unser leben

viel zu schnell

drehen wir uns

an uns selber vorbei

wo ist die notbremse?

der stillstand

findet niemals stand

die jahre eilen dahin

einfach so

und mit ihnen

all unsere tiefsten wünsche

unser sein

wo ist mur

unsere unbekümmerte

kinderseele geblieben?

damals waren wir

noch unwissend

und doch wussten wir

wie es geht

das glücklichsein…

aber ich mich kaum noch

an mich selber

erinnern

an mich

als kind…

 

 

 

 

 

 

 

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winter 2007

 

die lichter der autos

zerschnitten

die eisig kalte nacht

wir standen

in einem hauseingang

der arktische wind

fegte durch uns hindurch

und die kälte kroch

wie ein kichernder kobold

in uns

ich wollte nach hause

hatte dir schon

aufwiedersehen

gesagt

da nahmst du meine kalten hände

plötzlich in deine (die warm waren)

und sagtest:

geh nicht

nicht jetzt

und ich schaute dich an

minuten des schweigens

schwebten über uns

schneeflocken schmolzen

in unseren augen

und dann sagtest du:

bleib* bei mir

und ich sagte:

aber ich bin doch bei dir

und du sagtest:

komm mit zu mir

und dein blick

war so dunkel und endlos tief

ich sah dich an

schneeflocken schmolzen

in unseren augen

das war

in einer eisigen winternacht

in berlin 2007

ich erinnere mich

und schneeflocken

schmelzen in meinen augen

 

 

 

 

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pinball

 

crisp new year

eisiger wind

aus dem norden

sturmflut an den küsten

erstarrte kahle bäume

atem wird zu kristallen

ein gedanke

eine erinnerung

wie ein strahl

kochendes wasser

auf eis

du bist immer noch

da

egal

wieviel zeit

vergeht

da bin ich

ein pinball…

wie immer:

taken by surpise

my friend

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sommer in der stadt

trocken und heiss

die sommertage

ein flirrend band

im warmen wind

der grillen gesang

in hohen gräsern

verdorrt und staubig

sind die wege

durch ausgebleichte

grünanlagen

ich flüchte mich

aufs tempelhofer feld

endlich weite

der blick darf wandern

ich lege mich

ins trockene gras

und lausche 

einer lauen brise

am horizont

da hätt ich 

doch so gern

ein glitzernd blaues

meer

oder wenigstens 

eine ahnung

davon

in mitten einer 

aufgeheizten 

endlos stadt

ist das hier

das beste

was es gibt

und bescheiden

träume ich 

von weite und natur

von einsam alten häusern

an seen

ach nein

an der küste

ich bau an

mein eigenes gemüse

koche marmelade 

sitze abends unterm sternenzelt

und ruhe in mir selbsr

bin glücklich und zufrieden

endlich gefunden

was so lange gesucht

plötzlich habe ich durst

schnell übers feld 

zum späti an der ecke

treffe freunde

wir gehen zurück

und geniessen die warme nacht

unter den sternen

inmitten dieser metropole

und ich weiss

man kann

nicht alles haben

das ist

der sommer

in der stadt

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time flies…

 

montagdienstagmittwochdonnerstagfreitagsamstagsonntagmontag….

kühlschrankleereinkaufenkühlschrankvollkochenessenkühlschrankleereinkaufen…

sonnaufgangsonnuntergangsonnenaufgangsonnenuntergang…

aufstehenarbeitenabendessenschlafengehenaufstehenarbeiten…

zunehmendermondvollmondabenehmendermondkeinmondzunehmendermon…

einatmenausatmeneinatmenausatmen…

montagdienstagmittwochdonnerstagfreitagsamstagsonntagmontag…

 

 

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spuren

spuren

haben wir

hinterlassen

unwissend damals

was kommen wird

unbekümmert

leicht und perlend

wie kinderlachen

setzten wir

spuren

in unser leben

all die orte

an denen wir uns

zusammen bewegten

an denen wir

unsere erinnerungen

formten

so furchtlos

und fröhlich

nicht ahnend

dass uns

die kommenden jahre

schwer

zusetzen würden

die zeiten sind

vorbei

alles ist so

ganz anders

gekommen

als wir gedacht haben

aber wir waren dort

wir waren real

und was bleibt

sind unsere spuren

und erinnerungen

und diese sind

zeitlos

unverwüstbar

und

für

die

ewigkeit

für t. – in dankbarkeit

4 Kommentare

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verglimmende glut

ich möchte so gerne

großartiges

schreiben

über das

was einmal

war

aber die bilder

rinnen mir

aus dem rahmen

verflüchtigen sich

sobald ich versuche

ihnen ausdruck

zu geben

ich sehe dich

vor mir

als wäre es

im jetzt

ich höre deine stimme

dein lachen

spüre die stimmung

in der wir beide

glücklich waren

ich würde es so gerne

festhalten

aber alles zerfließt

sobald ich es

in worte

stecken möchte

es ist schon

so lange her

und doch noch

ganz nah

über allem

schwebt traurigkeit

und sehnsucht

webt sich ein

wie kann man worte finden

für all das innere bluten

für den schmerz

dass nichts

so sein wird

wie es einmal war

wie kann man

dem ausdruck geben

was einem

der lauf der zeit

und das schicksal

genommen hat

was übrig bleibt

ist die verglimmende glut

der erinnerungen

ein hauch von glück

das einmal gigantisch war

und so endlos schien

was waren wir reich

und ahnungslos

und so verschwenderich

wie naiv von uns

zu glauben

es könnte so

stets weitergehen…

2 Kommentare

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erwachen

die luft so leicht

weit oben

vögelschwärme

am klaren himmel

es duftet nach anfang

wir kriechen aus dem schutz

der muffigen häuser

nach draußen

und strecken uns

geblendet vom gleißenden licht

das ungehindert durch

die kahlen bäume

auf uns farblose

fällt

die mäntel verscharrt

die schritte so leicht

der tag so viel länger

als in den wochen davor

ein inneres hüpfen

in federnden lüften

wir sind befreit

lassen uns wärmen

und tauen auf

zu lange

viel zu lange

dauerte

die

dunkle

zeit

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