Archiv der Kategorie: Hoffnung

glücksspiel

 

 

manchmal

ist es besser

zuzusehen

wie die karten fallen

es nutzt kein planen

kein jammern

kein stöhnen

manchmal

kommt eben alles so

wie es sein soll

oder aber auch nicht

und es gibt nichts

was wir

dagegen tun könnten

manchmal

muss man

den schicksalslauf

annehmen

wie er ist

und versuchen

das beste

daraus zu machen

doch manchmal

fallen die karten

unerwartet so

wie man es sich

eigentlich immer

erträumt hat

das ist

das spiel

des lebens….

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Tanze!

 

spring

von stein zu stein

und wack’le

mit den ohren

mitten

auf dem zebrastreifen

schlage dann ein rad

lass dich hügel

hinunterrollen

und wälze dich

im sand

schüttel deine haare

kreise mit den armen

hüpfe über alte dächer

bis es dunkel wird

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei endlich wieder

kind

schüttel dich

spring wild herum

und dreh dich

um die eig’ne achse

bis du lachend fällst

 

tanze tanze tanze

tanze tanze tanze

sei wieder kind

sei wieder du

sei endlich wieder

du selbst!

 

tanze tanze tanze

tausend jahre zurück

und wieder vor

tanze tanze tanze

und sei

endlich

FREI !

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nichts bleibt, aber das licht….

 

das zurückbleiben

mit all den erinnerungen

ist wie

der schrei einer möwe

ist wie

die bewegung einer welle

die auf einer sandbank bricht

ich stehe hier

und blicke zum horizont

aber ich sehe nichts

sehe nicht mehr das licht

das auf dem ozean tanzt

höre nicht mehr

was der wind spricht

meine füsse tragen mich

in jeden neuen tag

aber ich trefffe

dich nicht

und wenn sich das licht

am horizont bricht

sehe ich dich

nicht

alles

was bleibt

ist die erinnerung

an dich

das leuchten

in deinem blick

das mich

zerbricht….

 

 

 

 

 

 

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vor dem abgrund…

 

 

als ich jung war

gab es den eisernen vorhang

waldsterben

und tschernobyl

dann kam 1989

die mauer in berlin fiel

und damit der gesamte ostblock

hoffnung war wieder

obenauf

30 jahre später

sind wir gut vernetzt

mit der ganzen welt

wissen besser bescheid

über alles

als je zuvor

unsere augen haften

wie hypnotisiert

auf bildschirmen

wissen ist macht

und doch scheint es so

als befänden wir uns

in einer totalen starre

plastik flutet unsere ozeane

das klima kollabiert

insekten sterben

während autokraten regieren

und rechts wird überall schick

krieg ist nichts von gestern

und auch die armut und der hunger

bestimmen nach wie vor die welt

zwingen menschen auf die flucht

und da

wo sie hin wollen

will man sie nicht

wir starren lieber weiter

auf unsere smartphones

und machen kussmünder-selfies

vor dem abgrund…

 

 

 

 

 

 

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die fernen lichter…

 

 

trümmer

bomben

tote

und immer

hunger und durst

angst

und immer

diese angst

die begleiter

eines siebenjährigen

lebens

die eltern hilflos

und irgendwann

die flucht

weg vom krieg

weg von dem irrsinn

ein langer marsch

durch länder

wo man nicht gewollt ist

und dann

das meer

ein boot

es ist nacht

die mutter sagt

dass es nicht mehr weit sei

das ufer

das land

wo man sicher sei

man kann lichter in der ferne sehen

alles wird gut

flüstert seine schwester

der wind ist stark und so kalt

die wellen

dunkle berge

und viel zu hoch

nichts durfte man mitmehmen

aber den teddy hält er trotzdem noch

ganz fest an sich gepresst

und dann geht alles so schnell

das boot voller wasser

schreie

hände

die nach ihm greifen

und sich im wasser verlieren

er geht unter

er schluckt wasser

salzig und kalt

sein schrei nach mama

verschluckt

er sinkt

die rettungsweste

billig auf dem markt gekauft

hilft nicht gegen diese kälte

er kann den kopf oben halten

und stampelt

wo sind die anderen

so sind seine eltern

wo seine schwester

wo sein teddy

wenn er auf einem wellenkamm schwimmt

kann er die fernen lichter sehen

das gefühl in den beinen ist weg

angst angst angst

wo sind seine eltern

wo ist seine schwester

wo ist teddy

 

 

 

 

Ein Kommentar

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horizonte

 

hoffnung

beginnt

wenn man

im nebel

den horizont

klar definiert

sieht

wenn man

taub geboren

musik

komponiert

wenn man

in der wüste

etwas pflanzt

wenn man

in hoffnungslosigkeit

träume säät

wenn man

sich aufmacht

unmögliches

möglich

zu machen…

hoffnung

ist

etwas

großartiges

hoffnung

ist

unser

horizont…

 

 

 

 

 

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meuterei

kalte luft

noch immer

scheint alles

komplett erstarrt

der würgegriff

des winters

dauerte viel zu lange

die köpfe gesenkt

die schultern hochgezogen

augen so trübe

eisige handschrift

einer klirrenden vorherrschaft

kahl und hohl

landschaften

städte

gärten

menschen

keine farben

nur grau und blasses braun

alles ausgewrungen

trostlos

und wie tot

wir dachten schon

es wäre

für immer

doch

ist da plötzlich

etwas anderes

noch ein wenig zart

und unscheinbar

und man mag

es kaum glauben

aber

in der luft

schwingt aufeinmal

ganz zart

etwas eigenartiges

da regt sich was

streckt sich

unaufhörlich

aus der tiefe

der erde

in obere schichten

wühlt sich durch totes laub

und platte bleiche gräsermeere

durch wurzeln

äste

immer höher

fließt in puslierenden strömen

und trotzt frostigen nächten

es riecht endlich wieder

nach aufbruch

so wunderbar

der duft der

meuterei

am ende

eines langen

winters

beruhigt mich

die verlässliche rückkehr

des frühlings

und die ahnung

und dass alles

wieder gut

werden wird

wärmende sonne

auf hungriger haut

sattes grün in allen

schattierungen

blüten

und dann irgendwann

süßes obst

in alten bäumen

und das  goldne korn

reifend

auf endlosen äckern

schwalbenflug

und grillengesang

sommerabende

so satt und endlos

das licht

wenn mücken

am see schwirren

und wir da sitzen

mit den füßen im sand

und unser glück

irgendwie

nicht fassen können

 

 

 

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ich falle…

ich falle

ich falle

auseinander

stück für stück

jeden tag

ein  kleines stück

falle ich

auseinander

mit all der zeit

seitdem du

nicht mehr hier bist

falle ich auseinander

ich falle

zerberste

stück für stück

jeden tag

ein kleines stück mehr

jeden tag

ziehen die risse tiefer

zerbröckelen meine fundamente

bitte komme zurück

du hast mich immer

zusammen gehalten

wenn die dinge

außer kontolle gerieten

hast mich geerdet

mich mir selbst gezeigt

wer ich wirklich bin

in all den momenten

in dene ich davon schwamm

wenn ich so verletzlich

und angreifbar war

dann warst du

stets mein anker

mein halt

egal

wie verloren

mir alles erschien

du warst da

ein fels in meiner tosenden see

hast mich aufgefangen

und stets wieder

zusammengefügt

bitte komme zurück

denn du bist

der fehlende teil

des großen ganzen

du

fehlst mir so

denn du bist

ein teil

von mir

und ohne dich

fühle ich mich

irgendwie

ganz schrecklich

verloren…

 

 

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julinacht

 

was ist damals

geschehen?

was hat dich so sehr

aus der bahn geworfen?

wir saßen damals

in einer heißen julinacht

vor der kneipe

die gläser beschlugen von außen

und von innen wurde

das bier warm

wir redeten dies

wir redeten das

zwei stunden zuvor

kam deine sms

dass du mich

gerne sehen wolltest

dabei hattest du schon länger

distanz gehalten

gerade noch lachten wir

dann sagtest du

„mir geht es nicht gut..“

ich sah dich an

fragte nach

aber eine antwort kam nicht mehr

deinen blick

in diesem moment

werde ich niemals vergessen

später verabschiedeten wir uns

wie immer

an der kreuzung

du hattest mich ein wenig zu fest

gedrückt

und etwas zu lange

in den armen gehalten

es fühlte sich

irgendwie an

wie ein festhalten

an mir

wie ein abschied

erst jahre später

begriff ich

dass es

tatsächlich einer war

du warst ein ertrinkender

im freien fall

du entschwandest

einfach so

lebtest fortan

in einem paralleluniversum

warst immer nah

und doch so verdammt

fern

ich vermisse dich

vermisse die zeit

mit dir

so sehr

und in stillen momenten

sehe ich immer wieder

diesen

deinen blick

so verzweifelt

so schrecklich

einsam

und ich

konnte dir

nicht helfen

seitdem geht

ein tiefer riss

durch meine mitte

 

 

 

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irrlichter

fremd

bin ich mir geworden

verwirrt betrachte mich

mit abstand

wo bin ich

nur geblieben?

sehe mich

wild schwimmend

in fremden gewässern

pflüge mich mit aller kraft

durch tiefe wellentäler

versuche nicht unterzugehen

wenn der nächste dunkle berg

bedrohlich naht

schlucke wasser

das man

nicht trinken kann

strampele in der flut

versuche

oben zu bleiben

und wenn ich

mich bemühe

meine kräfte zu schonen

lege ich mich auf den rücken

und dann

sehe ich milliarden

von sternen

über mir

ach so funkelnd

im tiefsten schwarz

der stummen unendlichkeit

sehe so klar

all meine träume

sehnsüchte und

das

was mich ausmacht

aber zu weit weg

dort oben

das spiegelbild

von mir

dem leben

das ich führen sollte

das mir bestimmt wäre

und der ahnung eines fingerabdrucks

meiner seele

was ist nur geschehen

dass ich mir selbst

abhanden gekommen bin?

unterwegs

einfach so

untergegangen…

will ich nach mir tauchen

erkenne ich nur

schemenhafte umrisse

viel zu tief

um mich selbst

bergen zu können

dennoch

schraube ich mich

stück für stück

nach unten

getrieben von

heißer verzweiflung

während

die sterne

da oben strahlen

wie zum abschied

denn mir geht

allmählich

der atem aus…

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