Archiv der Kategorie: Meer

point of no return…

 

 

die sorglosen zeiten

sind vorbei

am horizont

steigt bedrohlich

eine dunkelgraue wand auf

wieviel zeit

bleibt uns noch?

niemand kann das sagen…

niemand will es wissen

wir sehen

dass von jahr zu jahr

insekten schwinden

die pole,

gletscher

schmelzen

plastik treibt in den meeren

die sich stetig erwärmen

luft wird dünn

aber wir

machen immer weiter

als wäre nichts

lachend tanzen wir

am abgrund

und

zeit wird knapp

die sanduhr läuft aus

die welt

die ich einst kannte

gibt es so

schon lange

nicht mehr

die sorglosen zeiten

sind vorbei

wir haben den punkt

of no return

längst erreicht…

shame on us!

 

 

 

 

 

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nichts bleibt, aber das licht….

 

das zurückbleiben

mit all den erinnerungen

ist wie

der schrei einer möwe

ist wie

die bewegung einer welle

die auf einer sandbank bricht

ich stehe hier

und blicke zum horizont

aber ich sehe nichts

sehe nicht mehr das licht

das auf dem ozean tanzt

höre nicht mehr

was der wind spricht

meine füsse tragen mich

in jeden neuen tag

aber ich trefffe

dich nicht

und wenn sich das licht

am horizont bricht

sehe ich dich

nicht

alles

was bleibt

ist die erinnerung

an dich

das leuchten

in deinem blick

das mich

zerbricht….

 

 

 

 

 

 

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vor dem abgrund…

 

 

als ich jung war

gab es den eisernen vorhang

waldsterben

und tschernobyl

dann kam 1989

die mauer in berlin fiel

und damit der gesamte ostblock

hoffnung war wieder

obenauf

30 jahre später

sind wir gut vernetzt

mit der ganzen welt

wissen besser bescheid

über alles

als je zuvor

unsere augen haften

wie hypnotisiert

auf bildschirmen

wissen ist macht

und doch scheint es so

als befänden wir uns

in einer totalen starre

plastik flutet unsere ozeane

das klima kollabiert

insekten sterben

während autokraten regieren

und rechts wird überall schick

krieg ist nichts von gestern

und auch die armut und der hunger

bestimmen nach wie vor die welt

zwingen menschen auf die flucht

und da

wo sie hin wollen

will man sie nicht

wir starren lieber weiter

auf unsere smartphones

und machen kussmünder-selfies

vor dem abgrund…

 

 

 

 

 

 

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die fernen lichter…

 

 

trümmer

bomben

tote

und immer

hunger und durst

angst

und immer

diese angst

die begleiter

eines siebenjährigen

lebens

die eltern hilflos

und irgendwann

die flucht

weg vom krieg

weg von dem irrsinn

ein langer marsch

durch länder

wo man nicht gewollt ist

und dann

das meer

ein boot

es ist nacht

die mutter sagt

dass es nicht mehr weit sei

das ufer

das land

wo man sicher sei

man kann lichter in der ferne sehen

alles wird gut

flüstert seine schwester

der wind ist stark und so kalt

die wellen

dunkle berge

und viel zu hoch

nichts durfte man mitmehmen

aber den teddy hält er trotzdem noch

ganz fest an sich gepresst

und dann geht alles so schnell

das boot voller wasser

schreie

hände

die nach ihm greifen

und sich im wasser verlieren

er geht unter

er schluckt wasser

salzig und kalt

sein schrei nach mama

verschluckt

er sinkt

die rettungsweste

billig auf dem markt gekauft

hilft nicht gegen diese kälte

er kann den kopf oben halten

und stampelt

wo sind die anderen

so sind seine eltern

wo seine schwester

wo sein teddy

wenn er auf einem wellenkamm schwimmt

kann er die fernen lichter sehen

das gefühl in den beinen ist weg

angst angst angst

wo sind seine eltern

wo ist seine schwester

wo ist teddy

 

 

 

 

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irrlichter

fremd

bin ich mir geworden

verwirrt betrachte mich

mit abstand

wo bin ich

nur geblieben?

sehe mich

wild schwimmend

in fremden gewässern

pflüge mich mit aller kraft

durch tiefe wellentäler

versuche nicht unterzugehen

wenn der nächste dunkle berg

bedrohlich naht

schlucke wasser

das man

nicht trinken kann

strampele in der flut

versuche

oben zu bleiben

und wenn ich

mich bemühe

meine kräfte zu schonen

lege ich mich auf den rücken

und dann

sehe ich milliarden

von sternen

über mir

ach so funkelnd

im tiefsten schwarz

der stummen unendlichkeit

sehe so klar

all meine träume

sehnsüchte und

das

was mich ausmacht

aber zu weit weg

dort oben

das spiegelbild

von mir

dem leben

das ich führen sollte

das mir bestimmt wäre

und der ahnung eines fingerabdrucks

meiner seele

was ist nur geschehen

dass ich mir selbst

abhanden gekommen bin?

unterwegs

einfach so

untergegangen…

will ich nach mir tauchen

erkenne ich nur

schemenhafte umrisse

viel zu tief

um mich selbst

bergen zu können

dennoch

schraube ich mich

stück für stück

nach unten

getrieben von

heißer verzweiflung

während

die sterne

da oben strahlen

wie zum abschied

denn mir geht

allmählich

der atem aus…

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sommer in der stadt

trocken und heiss

die sommertage

ein flirrend band

im warmen wind

der grillen gesang

in hohen gräsern

verdorrt und staubig

sind die wege

durch ausgebleichte

grünanlagen

ich flüchte mich

aufs tempelhofer feld

endlich weite

der blick darf wandern

ich lege mich

ins trockene gras

und lausche 

einer lauen brise

am horizont

da hätt ich 

doch so gern

ein glitzernd blaues

meer

oder wenigstens 

eine ahnung

davon

in mitten einer 

aufgeheizten 

endlos stadt

ist das hier

das beste

was es gibt

und bescheiden

träume ich 

von weite und natur

von einsam alten häusern

an seen

ach nein

an der küste

ich bau an

mein eigenes gemüse

koche marmelade 

sitze abends unterm sternenzelt

und ruhe in mir selbsr

bin glücklich und zufrieden

endlich gefunden

was so lange gesucht

plötzlich habe ich durst

schnell übers feld 

zum späti an der ecke

treffe freunde

wir gehen zurück

und geniessen die warme nacht

unter den sternen

inmitten dieser metropole

und ich weiss

man kann

nicht alles haben

das ist

der sommer

in der stadt

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das puzzelteil

unser leben

ein tropfen 

im weiten ozean

ein funke

im universum

ein kurzes zucken

ein hauch

eine winzige welle

in den weiten 

der unendlichkeit

was sind wir

und warum

und wohin

ist es schicksal

oder sind wir zufall

oder doch teil 

eines grossen plans

jeder schritt

den wir gehen

wohin führt er uns

oder werden wir gelenkt

wohin treiben wir

unsere gedanken

strömen und wir mit ihnen

und wenn unsere seele schreit

wenn diese sehnsucht 

uns innerlich zerreisst

was ist der sinn

unseres seins

gibt es jemanden

der da liebevoll

über uns wacht

oder sind wir nur

verdammte

die wie blind

durch dieses leben irren

vom anfang bis zum ende

ganz allein 

auf uns gestellt

oder gibt es doch vielleicht

ganz verborgen

einen höheren sinn

für all den schmerz

für das viele unglück

könnte es am ende

die kraft 

der liebe sein

das puzzelteil

des grossen ganzen

?

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muschelscherben..

manchmal möchte man

sich einfach nur verschließen

wie eine muschel

kurz vor der ebbe

sich schützen

vor dem was zu viel

was zu heftig auf einen einströmt…

manchmal kommt zu viel aufeinmal

wie auf riesigen wogen

haushohe wellen

die sich erst bedrohlich aufbauen

um dann mit voller wucht

auf einen herunter  zu saussen

und einen in nur einem augenblick zebrechen…

manchmal möchte man nicht mehr

diesen gewalten standhalten müssen

manchmal möchte man einfach nur

davonlaufen können

aber man kann es nicht…

und man zerbricht

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erstarrt im freien fall und brennend in der strömung…

du suchtest dir

stets

viel zu hoch

gespannte seile

auf denen du balanciertest

immer dann

wenn unwetter war

du betratest

als einziger

viel zu dünnes eis

das unter deinen schritten

brach

du liefst selbstverständlich

durch viel zu großes feuer

deren flammen

dich am ende

verschlangen

du wolltest

niemals

weniger

du warst

so furchtbar

hungrig

verzehrtest dich

nach leben

nach antworten

die dir niemand

geben konnte

wir sagten

bitte sei vernünftig

mach das nicht

halte dich wenigstens

an uns fest

aber du

du

warfst dich

ohne seil

ohne absicherung

trotzig und

mit voller wucht

in eine tobende

brandung

die strömung

zog dich fort

zog dich einfach

fort

wir anderen

wir standen am ufer

einige schüttelten den kopf

und wandten sich irgendwann

ab

doch ich stehe

noch immer hier

und blicke hinaus

auf das meer

das dich fortnahm

du warst

so hungrig

so furchtbar

hungrig

und ich

ich konnte dir nicht

das auffangende netz

ein rettendes seil

feuerlöscher

oder der leuchtturm sein

ich konnte

dich einfach

nicht

retten

dabei fordertest du stets

immer mich heraus

zieltest mit all deinem hunger

– so viel glühende pfeile –

mitten in mich

ich wollte dich

so wie du

mich

aber deine ungeduld

zog dich hinaus

und du sprangst

ohne auf mich

zu warten

liessest mich

einfach zurück

und jetzt

stürze ich

erstarre in eisigen fluten

und mit dem blick zurück

lodere ich in den flammen

all deiner

immer noch

offenen fragen

und

tag für tag

ertrinke nun ich

in stummer

grenzenloser

trauer

und du

bist nicht mehr hier

um mich

zu retten…

2 Kommentare

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eins

du

bist

die antwort

auf all meine

fragen

du bist

das ying

auf mein yang

du bist die sonne

und ich

der mond

du bist

the missing part

in meiner seele

du bist alles

was mir

fehlt

ich bin dir

begegnet

was für ein glück

und wunder

das du mir

geschahst

 

und wenn sich

unsere hände

ineinander

verschränken

lösen sich berge

in ozeanen auf

bersten schlummernde vulkane

taut eis

an den polen

tanzen die gestirne

streckt und dehnt sich

das universum

und anfang und ende

verschmelzen in der

unendlichkeit

wir gehören

zusammen

wir sind zwei

und doch

eins

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