Archiv der Kategorie: Sterne

irrlichter

fremd

bin ich mir geworden

verwirrt betrachte mich

mit abstand

wo bin ich

nur geblieben?

sehe mich

wild schwimmend

in fremden gewässern

pflüge mich mit aller kraft

durch tiefe wellentäler

versuche nicht unterzugehen

wenn der nächste dunkle berg

bedrohlich naht

schlucke wasser

das man

nicht trinken kann

strampele in der flut

versuche

oben zu bleiben

und wenn ich

mich bemühe

meine kräfte zu schonen

lege ich mich auf den rücken

und dann

sehe ich milliarden

von sternen

über mir

ach so funkelnd

im tiefsten schwarz

der stummen unendlichkeit

sehe so klar

all meine träume

sehnsüchte und

das

was mich ausmacht

aber zu weit weg

dort oben

das spiegelbild

von mir

dem leben

das ich führen sollte

das mir bestimmt wäre

und der ahnung eines fingerabdrucks

meiner seele

was ist nur geschehen

dass ich mir selbst

abhanden gekommen bin?

unterwegs

einfach so

untergegangen…

will ich nach mir tauchen

erkenne ich nur

schemenhafte umrisse

viel zu tief

um mich selbst

bergen zu können

dennoch

schraube ich mich

stück für stück

nach unten

getrieben von

heißer verzweiflung

während

die sterne

da oben strahlen

wie zum abschied

denn mir geht

allmählich

der atem aus…

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachtung, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Herz, Hoffnung, kämpfen, Kraft, Leben, Leid, Lyrik, Meer, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Sterne, Universum

sommer in der stadt

trocken und heiss

die sommertage

ein flirrend band

im warmen wind

der grillen gesang

in hohen gräsern

verdorrt und staubig

sind die wege

durch ausgebleichte

grünanlagen

ich flüchte mich

aufs tempelhofer feld

endlich weite

der blick darf wandern

ich lege mich

ins trockene gras

und lausche 

einer lauen brise

am horizont

da hätt ich 

doch so gern

ein glitzernd blaues

meer

oder wenigstens 

eine ahnung

davon

in mitten einer 

aufgeheizten 

endlos stadt

ist das hier

das beste

was es gibt

und bescheiden

träume ich 

von weite und natur

von einsam alten häusern

an seen

ach nein

an der küste

ich bau an

mein eigenes gemüse

koche marmelade 

sitze abends unterm sternenzelt

und ruhe in mir selbsr

bin glücklich und zufrieden

endlich gefunden

was so lange gesucht

plötzlich habe ich durst

schnell übers feld 

zum späti an der ecke

treffe freunde

wir gehen zurück

und geniessen die warme nacht

unter den sternen

inmitten dieser metropole

und ich weiss

man kann

nicht alles haben

das ist

der sommer

in der stadt

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Berlin, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Glück, Großstadt, Hoffnung, Leben, Lyrik, Meer, Seele, Sehnsucht, Sterne

das puzzelteil

unser leben

ein tropfen 

im weiten ozean

ein funke

im universum

ein kurzes zucken

ein hauch

eine winzige welle

in den weiten 

der unendlichkeit

was sind wir

und warum

und wohin

ist es schicksal

oder sind wir zufall

oder doch teil 

eines grossen plans

jeder schritt

den wir gehen

wohin führt er uns

oder werden wir gelenkt

wohin treiben wir

unsere gedanken

strömen und wir mit ihnen

und wenn unsere seele schreit

wenn diese sehnsucht 

uns innerlich zerreisst

was ist der sinn

unseres seins

gibt es jemanden

der da liebevoll

über uns wacht

oder sind wir nur

verdammte

die wie blind

durch dieses leben irren

vom anfang bis zum ende

ganz allein 

auf uns gestellt

oder gibt es doch vielleicht

ganz verborgen

einen höheren sinn

für all den schmerz

für das viele unglück

könnte es am ende

die kraft 

der liebe sein

das puzzelteil

des grossen ganzen

?

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Beobachtung, Freundschaft, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Glück, Herz, Hoffnung, kämpfen, Kraft, Leben, Leid, Liebe, Lyrik, Meer, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Sterne, Universum

hoffnung

die jahre vergehen

und alles

alles

kommt zuverlässig wieder

nur du

nur du

bist festgefroren

mein bester freund

und mein schmerz

der bleibt

mein schmerz

der bleibt

während alles

um mich herum

fröhlich weiter

zieht

 

entlang

alter wege

gehe ich

wo wir einst

zusammen liefen

ist so lange her

ich kann noch immer

dein lachen hören

die worte

die du zu mir sprachst

doch deine spuren

verblassen

mit jedem jahr

ich klammere mich

immer noch

an die eine kraft

die hoffnung heisst

und schaue ich

in den himmel

des nächtens

treffen mich der sterne

reflexionen

brennen sich tief in mich

schreiben deinen namen

und mit jedem atemzug

denke ich an dich

ach,

könnte ich dich

wieder zurückholen

aus dem ewigen eis

ich wollte nichts mehr

als dass du einfach

wieder lebst

vor mir stehst

und mir dein lachen

zeigst

das wäre wirklich

ein wunder

das wäre einfach

unbeschreiblich

unbeschreiblich

wunderwunderschön…

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Freundschaft, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Glück, Herz, Hoffnung, kämpfen, Kraft, Leben, Leid, Liebe, Lyrik, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Sterne, Wunder

ein atemzug

 

 

ein atemzug

ein wimpernschlag

und ein verwehter

klang

eine ahnung

ein glücklich

versehen

ein moment

der längst

vergangen

und der sterne

unglaublich leuchten

in einer warmen

weiten nacht

zitternde tiefe

eines versprechens

stumm

und bestimmt

für die ewigkeit

doch niemals

gehalten

was sind wir?

sind wir

doch nur

schnöder spielball

des lebens

unberechenbarkeit

trotzdem unvergessen

der funke

jener nacht

für eine

ewigkeit

 

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter Freundschaft, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Glück, Herz, Hoffnung, Kraft, Leben, Leid, Liebe, Lyrik, Musik, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Sterne, Universum

fallende sterne

 

 

 

es gibt so

nächte

da fallen sterne

da falle ich

da fällt alles

wie es nicht

fallen sollte

stürzen bollwerke

in mir zusammen

fallen mauern

die

ach so mühevoll

in all den jahren

um das vergessen

herum

errichtet wurden

in nur

wenigen sekunden

brechen dämme

bersten wälle

und kippem

stolze türme

einfach so

da fluten gedanken

die lange

verbannt

und dies

alles nur

wegen

eines bruchteils

einer erinnerung

plötzlich

eingeschlichen

ganz zart und

unscheinbar

aber mit verheerenden

folgen

und wie aus weiter ferne

ertönt ein klagen

ein fürchterlich heulen

es ist

meine geplagte

seele

einsame

verlorn’e

wanderin

gefangen im korsett

dieses lebens

…sehnsucht

war

die

hinterhältige

übeltäterin…

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare

Eingeordnet unter Beobachtung, Freundschaft, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Herz, Hoffnung, Leben, Leid, Liebe, Lyrik, Musik, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Sterne

eins

du

bist

die antwort

auf all meine

fragen

du bist

das ying

auf mein yang

du bist die sonne

und ich

der mond

du bist

the missing part

in meiner seele

du bist alles

was mir

fehlt

ich bin dir

begegnet

was für ein glück

und wunder

das du mir

geschahst

 

und wenn sich

unsere hände

ineinander

verschränken

lösen sich berge

in ozeanen auf

bersten schlummernde vulkane

taut eis

an den polen

tanzen die gestirne

streckt und dehnt sich

das universum

und anfang und ende

verschmelzen in der

unendlichkeit

wir gehören

zusammen

wir sind zwei

und doch

eins

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Freundschaft, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Glück, Herz, Hoffnung, Kraft, Leben, Liebe, Lyrik, Meer, Seele, Sehnsucht, Sterne, Universum, Wunder

schwer wiegt die luft…

klebrig
und süss
dieser sommer
schwer wiegt die luft
liegt wie nasser sand
auf der brust
nachts glüht die stadt
von der hitze des tages
kein wind, kein hauch
ein wenig regen
der zischend
auf heissen strassen
verdampft

keine sterne
kein mond
nur müde laternen
und gereizte schatten
schwer wiegt die luft

erdrückt mich
würgt mich
die gedanken wie blei
und sehnsucht
baut sich auf
wie gewitter
am horizont

sehnsucht
nach erlösung
nach einem ort
am meer

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter Berlin, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Großstadt, Leben, Lyrik, Meer, Sehnsucht, Sterne, Straße

niemals

 

ein buch

voller erinnerungen

liegt aufgeschlagen

in einer schlaflosen nacht

bilder strömen

in sachten wellen

durch mich

hindurch

den klang unseres lachens

kann ich leider

nicht mehr

hören

ich heule

wie ein wolf

den stummen

bleichen

mond an

und die sterne lächeln

wissend dabei

 

niemand

niemand bringt

uns das

was einmal war

jemals zu uns

zurück –

niemand

niemals

 

der mond

schaut stumm

und die sterne

lächeln

spöttisch

dabei

 

 

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Beobachtung, Freundschaft, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Herz, Kraft, Leben, Liebe, Lyrik, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Sterne, Universum

heute nacht

 

wolken der nacht

beinahe durchsichtig

fliegen

wie ein heer

weißer geister

im kalten mondlicht

auf schwarzem grund

wind in den bäumen

tosend

und stark

wie ein sturm

auf dem meer

wind

in meinem haar

in meinen lungen

die luft so klar

keine sterne

heute nacht

aber doch sind sie

da

ich denke

an das meer

und an das geräusch

von tosender brandung

schmecke das salz

rieche den ozean

und fühle die kraft

und denke

und denke

an dich

wie du einst warst

wild und frei

wie die elemente

wie ein stum

in der nacht

wie

heute

nacht

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Freundschaft, Gedanken, Gedichte, Gefühle, Herz, Kraft, Leben, Liebe, Lyrik, Meer, Seele, Sehnsucht, Sterne