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traum – nightflight

 

ich erwachte

mitten in der nacht

es war so seltsam

denn ich fühlte

mich nicht mehr

meine beine

meine arme

waren schwerelos

ich schwebte plötzlich

über dem bett

in richtung fenster

und zog durch das glas

hindurch nach draussen

hinaus in eine kalte

winternacht

stieg nach oben

über die dächer

flog einfach so

und wunderte mich

dass ich nicht fror

konnte den kalten wind spüren

die eisige luft

doch kalt war mir nicht

 

ich flog über die nächtliche stadt

millionen lichter unter mir

rauchende kamine

und leere dunkle strassen

über mir der

sternenklare himmel

unten die schwarzen wipfel der bäume

der leere park

verlassene wege

mondlicht

das alles flutete

in silberne flüsse

 

ich dachte mir

wie seltsam

das alles

wie wunderbar

und wunderte mich

und wunderte mich nicht

dann nahm ich kurs

zu dir

flog quer über die stadt

zu dir

schwebte in dein zimmer

stand vor deinem bett

sah dich

in tiefem schlafe

und nahm dich bei den händen

 

da schlugst du die augen auf

sahst mich fragend an

ich sagte

komm, wir gehen

nein, wir fliegen

und dann schwebten wir

über deinem bett

dir stockte der atem

wir schwebten hinaus

in die winternacht

einfach so

federleicht

 

du lachtest

und ich drehte schleifen

in der luft

wir flogen pfeilschnell

und doch ganz leicht

dem leben davon

flogen einfach lachend

davon

 

ich erwachte

mitten in der nacht

alle glieder schwer

auf dem bett

doch mein gesicht

war seltsam kühl

und auch meine hände

auf denen ich

noch den warmen druck

der deinen

spüren konnte…

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ehrfurcht

 

sternenstaub

tragen wir

ins uns

aus sternenstaub

sind wir

gemacht

das universum

erscheint uns

grenzenlos

milliarden galaxien

funkeln endlos

kollidieren

und vergrößern sich

der kosmos dehnt sich

unendlich

unermesslich

und doch

pulsiert er

mittendrin

– mittendrin

in uns

 

wir sind

ein teil davon

mikroteilchen

eines wunders

sterne werden geboren

und sterben

so wie

auch wir

alles schwingt

in wundersamen

kreisen

alles bedingt sich

gegenseitig

nährt und dreht sich

ohne anfang

kein ende

und umgekehrt

ich starre

in den nächtlichen

himmel

begreife stumm

das unbegreifliche

– tränen

laufen

über

mein

gesicht

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