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zu spät

 

 

zusammen gesunken

auf einem stuhl

spät in der nacht

die schatten an den wänden

werden lang

und die kälte kriecht

schleichend in mich

ich blicke zurück

laufe mich taub

in erinnerungen

und dann

brechen plötzlich

staudämme

zerbersten mauern

alltagskonstrukte

stürzen ein

masken zerfallen

bröseln einfach so dahin

und ich liege nackt

in den gewaltigen fluten

der erkenntnis

dass das alles so gar

nichts nützt

das was war

werde ich nicht mehr

ändern können

sehnsucht

ist

eine

verdammt

einsame

reise

 

 

 

 

 

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das verzerrte ich

 

 

 

nach hause

schleichend

kaum in der lage

einen klaren gedanken zu fassen

überfüllte u-bahn

müde gesichter

leerer kopf

ausgewrungen

ausgespuckt

keine kraft mehr

es riecht nach schweiß

es riecht nach traurigkeit

irgendwannn zu hause

die luft abgestanden

und schal

von abwesendheit

alle lampen an

trotzdem grau

die hohen wände

wo war dieser tag?

wo sind all die stunden geblieben?

was habe ich gemacht?

hamster im rasenden laufrad

mir ist nach tränen

doch die augen sind trocken

die lippen spröde

und im kopf

nichts als

bleierne schwere

blick aus dem fenster

blick

auf mein verzerrtes ich

in mir formt sich eine melodie

doch die stimme

versagt

ist zu brüchig

herauskommt nur

ein kläglich

halberstickter laut

will ich so leben?

tag für tag?

in der schlinge

stecken wir

machen dinge

die wir nicht wollen

gekrümmter rücken

hohlwangiges sein

jeden abend ins bett fallend

mit gedanken

die karussel fahren

so wie unser leben

viel zu schnell

drehen wir uns

an uns selber vorbei

wo ist die notbremse?

der stillstand

findet niemals stand

die jahre eilen dahin

einfach so

und mit ihnen

all unsere tiefsten wünsche

unser sein

wo ist mur

unsere unbekümmerte

kinderseele geblieben?

damals waren wir

noch unwissend

und doch wussten wir

wie es geht

das glücklichsein…

aber ich mich kaum noch

an mich selber

erinnern

an mich

als kind…

 

 

 

 

 

 

 

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dornröschenschlaf

wie

soll ich dir

heute

die welt

erklären?

du bist

seit jahren

im dornröschenschlaf

verückt

ist diese welt

völlig verrückt

geworden

wir wähnten uns

so sicher

damals

aber heute ist

nichts ist

davon geblieben

mein freund

wie soll ich dir

jetzt nur

die welt

erklären?

meine kinder

schauen mich fragend an

und ich schäme mich

abgrundtief

was wir

ihnen als zukunft

überlassen

das ist so

schäbig

das ist

so fürchterlich

mein freund

du schläfst weiterhin

den dornröschenschlaf

bekommst nichts mit

von diesem irrsinn hier…

irgendwie

beneide ich dich…

 

 

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rastlos ratlos

 

zu müde

um zu kauen

zu leer

um den hunger

zu stillen

die zeit verschlingend

verschlucke ich mich

an der geschwindigkeit

des vergänglichkeitsprozesses

 

zu müde

um zu begreifen

zu durstig

nach einem anderen

sein

zu ratlos

wie man es ändern könnte

zu verdammt rastlos

im stillstand

um den horizont

sehen zu können…

 

zu angestrengt

lachend

um  mich selbst

bedauern

zu können

 

 

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schlaflos

 

ein gefühl

als würde ich mich

auflösen

so kraftlos

und erschöpft

zu hause

angekommen

vom tag

zermalmt

in der stille der nacht

aufgerüttelt

und hellwach

drehen sich

millionen von gedanken

in bruchteilen von sekunden

und ich kann nichts

dagegen tun

 

liege niedergestreckt

im bett

wie ein besiegter krieger

fahles laternenlicht

kriecht hämisch

ins zimmer

und zwängt sich

unaufhaltsam

zwischen meine

geschlossenen lider

hält mich

kichernd

wach

 

ich fühle mich

fremd in mir

fremd

in meinem leben

der mund

so ausgetrocknet

die träume

immer zu weit

entfernt

von mir

uhren

arbeiten stetig weiter

die zeiger drehen sich

ohne pause

und ohne

auf mich

zu warten

 

und ich frage mich

wohin soll mich

all das

noch führen

werde ich

irgendwann

ankommen

was ist mir

eigentlich

bestimmt

sind das alles

nur brücken

an immer neue ufer

warum ist

mein blick

denn immer so

getrübt

und

warum kann ich

jetzt nicht einfach

schlafen?

 

 

 

 

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nachtflug

 

im sog

der tages

die wellen

stolz geritten

allen widrigkeiten

so beherrscht

getrotzt

doch nun

total

durchgeschleudert

nackt

und pur

in der nacht

gestrandet

hellwach

und unendlich

erschöpft

auf mich selbst

geworfen

einsam in

dem strudel

der gefühle

rudernd

stürzend

wie in tiefe schluchten

ohne boden

das macht

mir angst

das macht

mir ansgt

weil ich falle

ohne beherrschung

ohne kontrolle

ich stürze

ungebremst

mir selbst

entgegen…

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so verdammt gut..

 

mein blick

in den spiegel

spricht bände…

über das

was war

so viele jahre

hinter mir

und über das

was jetzt gerade ist

aber es sagt nichts

darüber aus

was morgen sein könnte

ich sehe meine augen

sehe  mir selbst

in die augen

so

wie sie andere sehen

diese augen

sind meine

und sie sind

tief und pur

nur ich

und mein eigenes ich

gegenüber gestellt

ich weiß genau

was gestern war

es hat seine spuren

hinterlassen

und ich weiß

was jetzt ist

aber ich sehe

nichts

was morgen sein könnte

ich weiß nur

dass ich weiter möchte

in diesem leben

egal

wie es wird

weil

je älter ich werde

tiefere augen bekomme

und dichter

an meinen kern rücke

und das

fühlt sich gerade

so verdammt

gut an

 

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gefangen

 

sich manchmal so klein

fühlen

in dem eigenen leben

die hose

ist zu eng

die strümpfe

haben löcher

der pullover

eingelaufen

die fenster

noch immer

ungeputzt

rechnungen stapeln sich

auf dem verstaubten tisch

emails unbeantwortet

auf der mailbox anrufe

ungehört…

zu viel

was niederprasselt

zu viel

was getan werden soll

und ich mag nicht

mag nicht reagieren

ist alles gerade viel

zu viel

will weg hier

aus diesem leben

raus aus dem korsett

will ganz anderes

will mich selbst

erleben

will atmen

frei und

unbenetzt

will so viel anderes

und bewege mich

wie ein satelit

auf einer verdammten

umaufbahn

kann nicht raus

kann nicht weg

alles zu viel

alles nicht

das

was ich will

 

2 Kommentare

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in stiller stunde

 

ich schultere

schon so lange

des anderen

schwere last

reiche meine hände

halte fest

und halte durch

für menschen

die mich brauchen

die ich

liebe

 

nur in manch stiller

stunde

wenn ich alleine bin

nur ganz

für mich

kippen meine schultern

zittern die sonst so

starken hände

und tränen

laufen

stumm und

leise

über mein

gesicht

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