Archiv der Kategorie: welt

glücksspiel

 

 

manchmal

ist es besser

zuzusehen

wie die karten fallen

es nutzt kein planen

kein jammern

kein stöhnen

manchmal

kommt eben alles so

wie es sein soll

oder aber auch nicht

und es gibt nichts

was wir

dagegen tun könnten

manchmal

muss man

den schicksalslauf

annehmen

wie er ist

und versuchen

das beste

daraus zu machen

doch manchmal

fallen die karten

unerwartet so

wie man es sich

eigentlich immer

erträumt hat

das ist

das spiel

des lebens….

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point of no return…

 

 

die sorglosen zeiten

sind vorbei

am horizont

steigt bedrohlich

eine dunkelgraue wand auf

wieviel zeit

bleibt uns noch?

niemand kann das sagen…

niemand will es wissen

wir sehen

dass von jahr zu jahr

insekten schwinden

die pole,

gletscher

schmelzen

plastik treibt in den meeren

die sich stetig erwärmen

luft wird dünn

aber wir

machen immer weiter

als wäre nichts

lachend tanzen wir

am abgrund

und

zeit wird knapp

die sanduhr läuft aus

die welt

die ich einst kannte

gibt es so

schon lange

nicht mehr

die sorglosen zeiten

sind vorbei

wir haben den punkt

of no return

längst erreicht…

shame on us!

 

 

 

 

 

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vor dem abgrund…

 

 

als ich jung war

gab es den eisernen vorhang

waldsterben

und tschernobyl

dann kam 1989

die mauer in berlin fiel

und damit der gesamte ostblock

hoffnung war wieder

obenauf

30 jahre später

sind wir gut vernetzt

mit der ganzen welt

wissen besser bescheid

über alles

als je zuvor

unsere augen haften

wie hypnotisiert

auf bildschirmen

wissen ist macht

und doch scheint es so

als befänden wir uns

in einer totalen starre

plastik flutet unsere ozeane

das klima kollabiert

insekten sterben

während autokraten regieren

und rechts wird überall schick

krieg ist nichts von gestern

und auch die armut und der hunger

bestimmen nach wie vor die welt

zwingen menschen auf die flucht

und da

wo sie hin wollen

will man sie nicht

wir starren lieber weiter

auf unsere smartphones

und machen kussmünder-selfies

vor dem abgrund…

 

 

 

 

 

 

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dornröschenschlaf

wie

soll ich dir

heute

die welt

erklären?

du bist

seit jahren

im dornröschenschlaf

verückt

ist diese welt

völlig verrückt

geworden

wir wähnten uns

so sicher

damals

aber heute ist

nichts ist

davon geblieben

mein freund

wie soll ich dir

jetzt nur

die welt

erklären?

meine kinder

schauen mich fragend an

und ich schäme mich

abgrundtief

was wir

ihnen als zukunft

überlassen

das ist so

schäbig

das ist

so fürchterlich

mein freund

du schläfst weiterhin

den dornröschenschlaf

bekommst nichts mit

von diesem irrsinn hier…

irgendwie

beneide ich dich…

 

 

3 Kommentare

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in zeiten des überflusses….

anständig zu sein

muss beigebracht werden

momentan habe ich das gefühl

das dies in den letzten jahren

großartig vernachlässigt worden ist

ich ich ich

das ist

was ich tagtäglich erlebe

wo ist unsere anständigkeit geblieben?

wo existiert noch mitgefühl?

empathie?

wo hat die menschlichkeit

noch einfluss

jeder kehrt verbissen

in seinem eigenen vorgarten

achtet auf seinen zaun

das andere interessiert

nicht

diese kälte

in zeiten

des überflusses

erschreckt mich…

wo ist

die anständigkeit

geblieben?

wo kämpfen menschen noch

für das wohl anderer?

wo erhebt man sich

wenn ungerechtigkeit

überhand nimmt?

wo steht man auf?

erhebt das wort?

wenn andere

schutz suchen?

hier bei uns

wo es uns so gut geht

werden die töne kälter

die worte harscher…

wir sehen zu

wie menschen in eiskalten fluten

ertrinken

ihre kinder im dunklen meer

verlieren

und schreien:

geschieht ihnen doch recht!

jeder hat eine wahl.

sollen die doch zuhause bleiben..

die wollen uns doch nur

etwas wegnehmen…

wo ist unsere anständigkeit

geblieben.

…wo ist

unsere menschlichkeit

geblieben ??

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kalt ist…

 

kalt ist

dieser winter

und erstarrt

verfolgen wir

das gebaren

von narzißten

die könig spielen

während sie ihr eigenes

spiegelbild anbeten

ziehen sie

grinsend

die schlinge

enger

treten ihre absätze

auf werte

wie freiheit

demokratie

und menschenwürde

kalt ist dieser winter

wind

hatte man gesäät

und nun stehen

die zeichen auf sturm

wir waren alle

so verdammt

bequem

lagen mit geschlossenen augen

wohlig räkelnd

auf unserem

täglich einerlei

und haben nicht bemerkt

(oder wollten es nicht sehen)

wie sich in der zwischenzeit

das unheil ausgebreitet hat

es gab schon viele

solcher winter

wir haben

einfach

nichts

gelernt…

 

 

 

 

 

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