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erstarrt im freien fall und brennend in der strömung…

du suchtest dir

stets

viel zu hoch

gespannte seile

auf denen du balanciertest

immer dann

wenn unwetter war

du betratest

als einziger

viel zu dünnes eis

das unter deinen schritten

brach

du liefst selbstverständlich

durch viel zu großes feuer

deren flammen

dich am ende

verschlangen

du wolltest

niemals

weniger

du warst

so furchtbar

hungrig

verzehrtest dich

nach leben

nach antworten

die dir niemand

geben konnte

wir sagten

bitte sei vernünftig

mach das nicht

halte dich wenigstens

an uns fest

aber du

du

warfst dich

ohne seil

ohne absicherung

trotzig und

mit voller wucht

in eine tobende

brandung

die strömung

zog dich fort

zog dich einfach

fort

wir anderen

wir standen am ufer

einige schüttelten den kopf

und wandten sich irgendwann

ab

doch ich stehe

noch immer hier

und blicke hinaus

auf das meer

das dich fortnahm

du warst

so hungrig

so furchtbar

hungrig

und ich

ich konnte dir nicht

das auffangende netz

ein rettendes seil

feuerlöscher

oder der leuchtturm sein

ich konnte

dich einfach

nicht

retten

dabei fordertest du stets

immer mich heraus

zieltest mit all deinem hunger

– so viel glühende pfeile –

mitten in mich

ich wollte dich

so wie du

mich

aber deine ungeduld

zog dich hinaus

und du sprangst

ohne auf mich

zu warten

liessest mich

einfach zurück

und jetzt

stürze ich

erstarre in eisigen fluten

und mit dem blick zurück

lodere ich in den flammen

all deiner

immer noch

offenen fragen

und

tag für tag

ertrinke nun ich

in stummer

grenzenloser

trauer

und du

bist nicht mehr hier

um mich

zu retten…

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distanz und nähe

nebel

über meinen erinnerungen

als wollte ich

vergessen

ich weiß

du fühlst es

und ich fühle mich

schuldig

irgendwie

weil ich

dem nebel

die tore geöffnet habe

aber ich

kann nicht vergessen

egal

wieviel nebel

sich auf die landschaft

der vergangenheit legt

egal

wie sich

mein blick zurück

vermeintlich trüben mag

ich werde dich

niemals

vergessen

es ist nur

an der zeit

dass ich

ein wenig

heile

und wachse

weil es im hier

und jetzt

gerade nicht

klarsicht gibt

wir werden

dennoch immer

miteinander verbunden sein

ich muss gerade

ein wenig entfliehen

und über nebelbänke

ziehen

um neue horizonte

für mich

zu finden

und dann

dann finde ich

auch wieder

zurück

zu

dir

Ein Kommentar

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erschöpft…

der puls

viel zu schnell

der atem zu flach

das herz

zwischen metallplatten

eingepresst

es soll immer

noch mehr

immer mehr

und immer schneller

aber ich kann nicht

mehr

ich renne

atemlos

jeden tag

nachts renne ich

weiter

in meinen träumen

es sollte

mich jemand

festhalten

und mir sagen

wer ich eigentlich

wirklich sein sollte

denn

was ich jetzt bin

bin ich

schon lange

nicht

mehr

ich bin

erschöpft

keine verbindung mehr

zu mir selbst

ich fühle mich

total verloren

es ist ein rennen

in einem endlos kreis

weil kreise

eben endlos sind

und ich bin mitten drin

im teilchenbeschleuniger

wo ich nicht

hingehöre

weil ich

doch eigentlich

jemand ganz anderes

bin

alles viel

zu schnell

das ist nicht mehr

mein leben

ich sehe mich selber

aus weiter ferne

ins nirgendwo

schießen

das bin nicht ich

ich kann

nicht

mehr

ich bin

erschöpft

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