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pur

glücklich

einfach

nur unglaublich

glücklich

und mehr

kann ich

gar nicht sagen

aber dazu

muss man

auch nichts weiter

sagen

glücklich

einfach

nur

glücklich…

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Gedanken

ich laufe

ich laufe

die füsse

so wund

ich laufe

schritt für schritt

staub

hitze

steine

gestrüpp

endlose weiten

ich laufe

der himmel

so weit

das ziel

nicht greifbar

ich laufe

durst

hunger

ich laufe

dem inneren

wundsein

davon

ich

laufe

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muschelscherben..

manchmal möchte man

sich einfach nur verschließen

wie eine muschel

kurz vor der ebbe

sich schützen

vor dem was zu viel

was zu heftig auf einen einströmt…

manchmal kommt zu viel aufeinmal

wie auf riesigen wogen

haushohe wellen

die sich erst bedrohlich aufbauen

um dann mit voller wucht

auf einen herunter  zu saussen

und einen in nur einem augenblick zebrechen…

manchmal möchte man nicht mehr

diesen gewalten standhalten müssen

manchmal möchte man einfach nur

davonlaufen können

aber man kann es nicht…

und man zerbricht

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glücklich am dunkelsten tag des jahres :-)

düstere tage

stürmisch

und leider kein schnee

in diesem land

durch regen und wind

laufen wir

am dunkelsten tag

des jahres

durch eine nassschwarze stadt

die zahlen sind wie

ein spiegelbild

schmetterlingsflügelgleich

– mein geburtstag –

an der hand

unsere goldkinder

lachen perlt

aus ihren kehlen

springt auf schimmernden asphalt

hüpft durch blätterverwaisete äste

schwirrt durch die rotschimmernde wärme

des restaurants

tanzt über  rotweinschwangere gläser hinweg

umarmt uns

so festlich und frei

und macht uns froh

stolz und

schwebend glücklich zugleich

wir alle

im wunderbaren freien fall

diese augenblicke

sollen bitteschön

für alle ewigkeit

sein

glücklich

am dunkelsten tag des jahres…

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erstarrt im freien fall und brennend in der strömung…

du suchtest dir

stets

viel zu hoch

gespannte seile

auf denen du balanciertest

immer dann

wenn unwetter war

du betratest

als einziger

viel zu dünnes eis

das unter deinen schritten

brach

du liefst selbstverständlich

durch viel zu großes feuer

deren flammen

dich am ende

verschlangen

du wolltest

niemals

weniger

du warst

so furchtbar

hungrig

verzehrtest dich

nach leben

nach antworten

die dir niemand

geben konnte

wir sagten

bitte sei vernünftig

mach das nicht

halte dich wenigstens

an uns fest

aber du

du

warfst dich

ohne seil

ohne absicherung

trotzig und

mit voller wucht

in eine tobende

brandung

die strömung

zog dich fort

zog dich einfach

fort

wir anderen

wir standen am ufer

einige schüttelten den kopf

und wandten sich irgendwann

ab

doch ich stehe

noch immer hier

und blicke hinaus

auf das meer

das dich fortnahm

du warst

so hungrig

so furchtbar

hungrig

und ich

ich konnte dir nicht

das auffangende netz

ein rettendes seil

feuerlöscher

oder der leuchtturm sein

ich konnte

dich einfach

nicht

retten

dabei fordertest du stets

immer mich heraus

zieltest mit all deinem hunger

– so viel glühende pfeile –

mitten in mich

ich wollte dich

so wie du

mich

aber deine ungeduld

zog dich hinaus

und du sprangst

ohne auf mich

zu warten

liessest mich

einfach zurück

und jetzt

stürze ich

erstarre in eisigen fluten

und mit dem blick zurück

lodere ich in den flammen

all deiner

immer noch

offenen fragen

und

tag für tag

ertrinke nun ich

in stummer

grenzenloser

trauer

und du

bist nicht mehr hier

um mich

zu retten…

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distanz und nähe

nebel

über meinen erinnerungen

als wollte ich

vergessen

ich weiß

du fühlst es

und ich fühle mich

schuldig

irgendwie

weil ich

dem nebel

die tore geöffnet habe

aber ich

kann nicht vergessen

egal

wieviel nebel

sich auf die landschaft

der vergangenheit legt

egal

wie sich

mein blick zurück

vermeintlich trüben mag

ich werde dich

niemals

vergessen

es ist nur

an der zeit

dass ich

ein wenig

heile

und wachse

weil es im hier

und jetzt

gerade nicht

klarsicht gibt

wir werden

dennoch immer

miteinander verbunden sein

ich muss gerade

ein wenig entfliehen

und über nebelbänke

ziehen

um neue horizonte

für mich

zu finden

und dann

dann finde ich

auch wieder

zurück

zu

dir

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echo

kostbar

dein inneres leuchten

das sich

in den augen

der anderen

wiederspiegelt

kostbar

das innere leuchten

der anderen

das dich

ganz unerwartet

von innen

umarmt

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the magic of a moment

schneidend kalter wind

der die ohren abfräßt

überall weihnachtslichter

funkelnd in der stadt

ich laufe neben meinen eltern

an der hand mein sohn

eng an mich geschmiegt

vor mir

mit lässig-eleganten schritten

die große

tochter

bald fort

weil halb erwachsen

und von hinten

umarmt mich

das warme lachen meines mannes

zusammen laufen wir

durch vereiste straßen

noch sehr erhitzt

vom letzten grappa

und dem breiten lächeln

des italienischen kellners

verabschiedung am taxistand

umarmung und liebevolle worte

für den weg nach hause

mein vater und meine mutter

winken lächelnd

ich blicke zurück

durch die beschlagene heckscheibe

sehe sie

im schein der gaslaternen

kleiner werdend

es ist ein moment

wie einer

der sich noch so oft

wiederholen könnte

aber ich bin mir auch

plötzlich schmerzlichst bewusst

es könnte

der letzte sein

wir

alle

so fröhlich

und unbeschwert

zusammen

und deshalb

bin ich unglaublich dankbar

für das jetzt

wie es gerade ist

denn da stehen sie

sind immer noch da

und winken…

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wintersonnenaufgang

pulsierend

diese blutorange

aus nachtkalter starre

gemächlich

sich erhebend

steigt sie auf

souverän

und ganz erhaben

am filigranen

horizont

 

verliert dabei

so ganz gelassen

mit jedem höhenmeter

rote farbe

blassgolden

majestätisch

ist nun ihre

eleganz

 

trifft auf millionen

winterdunkler

müder augen

und

füllt sie sanft

mit ihrem

tröstend

licht

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making waves

würde ich einen stein

ins meer werfen

was brächte es?

in einem gewaltigen ozean

würde es höchstwahrscheinlich

eine winzige welle verursachen

vielleicht aber auch mehr

 

 

wenn ich jedoch

das meer als mein ganzes leben sähe

und die kleine welle

als einen abschnitt davon

so wäre der moment des handelns

das eigentliche

nicht die welle

und auch nicht das meer

 

am ende

gehört alles zusammen

bedingt sich gegenseitig

in beständigem kreisen

nur die entscheidung

zu handeln

und das, was es am ende auslöst

und bewegt –

das

obliegt meiner verantwortung

und gehört mir allein

 

 

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